Chinesischer Gemüsebaum

Chinesischer Gemüsebaum

Toona sinensis

Der chinesische Gemüsebaum oder auch Chop-Suey Baum ist etwas wirklich Exotisches, denn mit ihm wachsen Ihnen traditionelle chinesische Heilkräuter die auch noch richtig gut schmecken. Wir sind hier also nicht auf Blüten oder Früchte sondern auf die Blätter und Sprossen aus. Kommen Sie sich komisch vor, wenn Sie Blätter vom Baum naschen? Nun, das vergeht mit der Zeit... Außerdem verwenden wir die würzigen Pflanzenteile von Toona auch hauptsächlich in der Küche.

Würziges Blattwerk

Kulinarisch wertvoll und sehr gesund.

Der chinesische Gemüsebaum strotzt nur so an wichtigen Vitaminen (sehr hoher Vitamin A Gehalt) und ganz besonders an Eiweis (bis zu 10% in Blättern). Die Blätter des Chop-Suey Baumes haben damit den höchsten Eiweisgehalt aller Lebensmittel - das ist nicht nur für Sportler ein absolutes Plus. Gleichzeitig kann bei regelmäßigem Gebrauch der Blutzuckerspiegel gesenkt werden - Diabetiker dürfen also gleich doppelt zuschlagen.

Wer sich mit Toona und Co. ernährt senkt angeblich sogar das Risiko an Krebs zu erkranken. Auch für Durchfall- und Hauterkrankungen wird das Blattwerk des Baumes in der chinesischen Naturheilkunde verwendet.

Obwohl der Chop-Suey Baum traditionell in der Naturheilkunde verwendet wird, darf man auch seinen kulinarischen Wert nicht unterschätzen. Die Blätter sind sehr würzig, das merkt man schon an dem kräftigen Aroma dass sie beim Kleinschneiden verbreiten. der Geschmack lässt sich schwer beschreiben - es schmeckt wie eine Mischung aus Petersilie, Knoblauch und Schnittlauch. Ähnlich wie Basilikum gibt es den Gerichten eine ganz eigene und besondere Note.

Junge Blätter und Triebe kann man wie Spinat zubereiten, sie passen aber auch gut in den Salat. Auch in Suppen und zu Eiern passen die zerkleinerten Aromaträger. Die jung ausgetriebenen Blätter schmecken intensiver und sind weicher, deshalb sind sie leichter zu verarbeiten und werden hauptsächlich hergenommen. Aber auch aus dem älteren Blattwerk kann man etwas machen - z. B. einen aromatischen Tee.

Rezepte

Pflanzenbeschreibung

Toona sinensis - Habitus
..wächst von Natur aus als perfekte Spindel.
  • Der Chop-Suey-Baum ist sommergrün und wird am Naturstandort bis zu 10 Meter hoch, lässt sich aber ohne Probleme auf einer Höhe von drei Metern halten. Das vereinfacht auch die Ernte der jungen Blätter.
  • Der Baum baut sich locker auf. Er wächst von Natur aus nach dem Tannenbaumprinzip: als perfekte 'Spindel' mit dominierendem Mitteltrieb und flachen Seitenäste.
  • Die langen Blätter teilen sich in einzelne Fiedern. Sie sehen denen des Götterbaums, der in Deutschland weit verbreitet ist, sehr ähnlich.

Austrieb

Besonders auffällig ist der Austrieb. Wir bekommen jedes Jahr viele Anrufe von Gartenfreunden die Angst haben ihr Baum sei erfroren. Keine Panik! Der kommt wieder. Im Winter ist Toona völlig kahl. Der Austrieb kommt Ende März / Anfang April - wie aus dem Nichts und ziemlich schnell.

Standort

Wählen Sie nach Möglichkeit einen sonnigen und geschützten Standort. An den Boden stellt der Baum kaum Ansprüche, lediglich ausreichend Wasser (aber keine Staunässe) sollte er haben.

Pflanzung

Geben Sie dem Baum gleich bei der Pflanzung einen Stützpfahl. So vermeiden Sie unnötige Schäden durch Windbruch.

Düngung

Eine mineralische Düngung ist nicht notwendig. Arbeiten Sie jedes Jahr etwas gut kompostierten Humus oder anderes organisches Material mit ein. Das reicht vollkommen, ist ökologisch und gut für's Bodenleben.

Toona sinensis - Blüte

Blüte

Im Frühsommer zieren 50 bis 80 cm langen Rispenblüten den Baum. Die sehen nicht nur gut aus sondern verströmen auch einen angenehm säuerlichen Duft. Später entwickeln sich aus den Blüten kapselartige Früchte - nur zur Zierde, nicht zum Verzehr.

Überwinterung

Der Baum ist frosthart bis (mindestens) -10°C. In besonders kalten Regionen raten wir dazu den Baum in einem großen Kübel zu halten und (nur!) an den kältesten Tagen drinnen zu überwintern. In den meisten Gegenden kann man ein Auspflanzen in den Garten aber riskieren, auch wenn die Temperaturen im Winter etwas unter -10°C sind. Der Baum ist wüchsig und erholt sich im nächsten Jahr zumeist schnell. Lediglich der Stamm sollte etwas geschützt werden (z.B. mit Luftpolsterfolie und Schilfmatten).

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